Das Jahr 1914

Besonders in den Grenzgebieten machte sich gleich nach Kriegsausbruch ein Mangel an Kleingeld bemerkbar. Die Städte und Gemeinden behalfen sich dadurch, dass sie Werte von 50 Pfennig bis zu 5 Mark ausgaben, die meist statt der Bezeichnung "Notgeld" "Gutscheine" genannt wurden. Vielfach sieht man den Scheinen die gebotene Eile an, in der sie hergestellt wurden: So beispielsweise der Druck auf Formularen, die ursprünglich anderen Zwecken dienten. Von den Behörden war die Herstellung des Notgeldes von 1914 nicht genehmigt, sie wurde jedoch geduldet. Über 450 Ausgabestellen gaben über 11 Millionen Mark an Notgeld in dieser Zeit aus.