Das Jahr 1923

Ab dem Sommer 1923 stürzte die Mark ins Uferlose. Nach wie vor war für die Ausgabe von Notgeld eine Genehmigung des Reichsfinanzministeriums notwendig, aber nur wenige Ausgabestellen nutzten die Möglichkeit, durch die oftmals deckungslosen Notgeldausgaben ihre Kommunen oder Firmen zu finanzieren, ohne an die verheerenden Folgen für die weitere Inflation und die wirtschaftliche Lage zu denken. Der Widerstand gegen die Ablehnung der Reichsbank, ab dem 22. November 1923 Notgeld anzunehmen, war entsprechend groß, und eine Einlösung bis zu diesem Zeitpunkt praktisch nicht durchführbar. Es sollte noch bis zum 31. August 1924 dauern, bis der letzte Notgeldschein eingelöst war.